STEFANO SCHRÖTER

Zeitraffer – sichtbare Veränderung

Visuelle Abläufe können sehr langsam sein. Benötigen sie eine unüberblickbare Zeit, entziehen sie sich unserem bewussten Auge. Auch durchaus sichtbare Veränderungen bemerken wir oft nicht, sind wir doch mit vielen anderen Dingen beschäftigt.

In beiden Fällen werden die neuen Bilder vielfach als plötzlich anwesend empfunden, Wolkenbilder gleich.

Die Zeitraffertechnik / Timelapse fasst diese Zeitabläufe zu einer Sequenz zusammen und lassen sie uns um ein vielfaches verkürzt erleben. Abläufe können nun nachvollzogen werden, langwierige Arbeitsabläufe werden ohne Längen sichtbar, bisher verborgene visuelle Erlebnisse werden sichtbar.

Die Aufnahmetechnik gestaltet sich recht simpel. Meistens wird ab Stativ, mit oder ohne Slider, Bild um Bild aufgenommen, danach wird aus den Einzelbildern eine Videosequenz gerendert. Die Fallstricke sind jedoch zahlreich, die Belichtungen müssen immer wieder angepasst werden, die Datenmengen können immens sein und die Postproduktion lässt die Bildbearbeitungsprogramme an ihre Grenzen kommen und ist zeitintensiv.

Für eine erste Testsequenz durfte der Luzerner Hausberg Pilatus an einem etwas langem Sonntag herhalten. Drei Stunden Aufnahmen, zwei davon ausgewählt und daraus ein 13 Sekunden Videoclip gerendert. Die Bildgebung habe ich an die Schönheit alter Ölgemälde angelehnt.

Wolken ziehen, Bild um Bild, doch nur Landschaften sind uns Wolkenbild.

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